Dienstag, 22. Oktober 2019
 
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Was unsere "Freunde" so treiben - Lettlands Stolz

Am 27.09.2019 nahm nicht irgendein Nazi-Honk (oder doch?), sondern der lettische Verteidigungsminister und stellvertretende Ministerpräsident Lettlands Artis Pabriks an einer Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der "Schlacht von Mores" in der Gemeinde Mores im Landkreis Sigulda zu Ehren der dort gefallenen "Legionäre" teil, die Region bei Google Maps: https://goo.gl/maps/DF4uv9W2heh9z8Jz6

Das Jubiläum einer Niederlage gegen die Rote Armee war ihm Anlass zu verkünden: "Es ist unsere Pflicht, diese Patrioten Lettlands aus allen Tiefen der Seele zu ehren. Erinnern wir uns, dass jedes Jahr immer weniger Legionäre in unseren Reihen sind, derzeit sind es etwas mehr als 30 in der lettischen Nationalen Soldatenunion. [...] Lettische Legionäre sind der Stolz des lettischen Volkes und des Staates." Weiter führte er aus: "Wenn wir uns an Orten wie Mores befinden, neben den Gräben und Denkmälern unserer Legionäre, sind wir alle in die Kraft und das Vertrauen versunken, dass unser Land eine Zukunft hat, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass unser Land und unsere Nation eine immer bessere Zukunft verdienen. [...] Deshalb arbeiten wir auch daran, sowohl ein umfassendes nationales Verteidigungssystem als auch eine Verteidigungsschulung in den Schulen einzuführen."

So zitiert auf der Webseite des lettischen Verteidigungsministeriums, wo weiter ausgeführt wird: "Am Ende der Veranstaltung legten die Anwesenden Blumen auf die Gedenkmauer und Gedenktafeln des Kommandanten der Schlacht von Mores, Roland Kovtunenko. Anschließend gab es Gelegenheit, ein Mittagessen aus der Feldküche des Lettischen Offiziersverbandes und des 27. Infanteriebataillons der Nationalgarde zu genießen. Im Morse Battle Memorial Park fanden auch Aktivitäten für Schüler der Zeltgarde und der Nationalgarde statt, bei denen sie sich über die Young Guard-Bewegung informieren, an Jugendgarden teilnehmen und die Ausrüstung der Nationalgarde und die militärische Ausrüstung besichtigen konnten."
https://www.mod.gov.lv/lv/zinas/godina-mores-kaujas-kritusos-latvijas-karavirus

Mit den "Legionären", dem "Stolz des lettischen Volkes und des Staates", sind die Angehörigen der 15. und der 19. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 1 und lettische Nr. 2) gemeint, die bis heute als "Lettische Legion" verehrt werden und die an zahlreichen Kriegsverbrechen beteiligt waren. Schon vor der Aufstellung der Divisionen war deren Vorläufer, die "Lettische Freiwilligen-Brigade", unter dem Oberkommando der 18. Armee an der Belagerung von Leningrad beteiligt. Fans von brandschatzenden und mordenden SS-Vasallen - das sind unsere Freunde und "verlässlichen Partner" (von der Leyen) im Baltikum und die Enkel der Nazi-Invasoren "beschützen" nun erneut vereint mit den Enkeln der lettischen SS-Banditen das Baltikum vor den Russen. Wenn das nicht der beschissenste Treppenwitz der Geschichte ist! Der deutschen allzumal!

BTW 1 - die sogenannte "Schlacht von Mores" war ein Scharmützel, das sich die 15. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 1) mit der Roten Armee während der Rigaer Offensive (14.09. bis 22.10.1944) der Roten Armee im Rahmen der Baltischen Operation lieferte. Dabei wurde die SS-Division komplett aufgerieben.
BTW 2 - den ansonsten allerorts und jederzeit in den Medien aller Formate präsenten "Antifaschisten" ist das natürlich kein einziges Wort der Erwähnung wert.

Hier kann man Bilder dieser Nazi-Freakshow besichtigen - Titel: "Am 27. September nahm Verteidigungsminister Artis Pabriks an der Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Schlacht von Mores in der Gemeinde Mores im Landkreis Sigulda zu Ehren der bei den Kämpfen ums Leben gekommenen Soldaten teil."
https://www.flickr.com/.../72157711085504337